Spielbetrieb

Fußball ist eine komplexe Sportart, die technische, körperliche, taktische und soziale Anforderungen stellt. Zunächst müssen die Kinder bestimmte Techniken erlernen, um mit dem Ball sicher und zielgerichtet umgehen zu können. In körperlicher Hinsicht sind Kondition (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit) und Koordination (Gewandtheit, Geschicklichkeit) zu berücksichtigen und zu schulen.

Fußball ist ein Mannschaftsspiel. Das bedeutet, dass die Kinder lernen müssen, sich in eine Gruppe einzuordnen, mit Mitspielern gemeinsam zu handeln und sich gegenseitig zu helfen. Fußball ist immer auch ein Spiel gegen eine Mannschaft. Das bedeutet, dass die Jugendlichen lernen müssen, ihre Spielhandlungen auch nach dem jeweiligen Gegnerverhalten auszurichten, sich also taktisch verhalten müssen. Schließlich müssen alle Spieler, um richtig Fußballspielen zu können, Einsicht in die Notwendigkeit von verbindlichen Spielregeln entwickeln, diese erlernen und im Wettspiel beachten.

Auch der Umgang mit den Spielern muss kind- und altersgerecht sein, Jugendtraining ist kein reduziertes Erwachsenentraining. Wichtig ist es die körperlichen Voraussetzungen in jeder Altersklasse zu kennen, die abhängen von Merkmalen wie Alter, Geschlecht und Körperbau: Was kann ein Bambini – Spieler körperlich leisten, wie lange kann er aufmerksam zuhören. Kann ein E-Jugendspieler taktische Anweisungen verstehen und umsetzen? Wie weit ist Knochen- und Muskelaufbau gediehen, so dass Ausdauertraining sinnvoll ist?

Alle Anforderungen sind nicht auf einen Jahrgang beschränkt, sondern sind jahrgangsübergreifend. Je nach Leistungsstand des Spielers muss der Trainer auf die fehlenden oder vorhandenen Fähigkeiten eingehen. Jeder Trainer muss die Anforderungen seines Jahrganges kennen. Fußball ist längst kein reiner Jungensport mehr. Im Sinne eines Fußballangebots für alle Kinder und Jugendlichen hat bei uns der Mädchenfußball den gleichen Stellenwert wie der Jungenfußball.

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